In der zweiten Partie der Hallenrunde in der 1. VL musste der DHC Wiesbaden zum Oberliga-Absteiger THC Höchst, nachdem der DHC eine Woche zuvor mit einem ungefährdeten Auswärtssieg gegen Bad Nauheim (2:6 Tore) in die kurze Hallen-Saison startete.
Zwei Dinge galt es gegen den THC Höchst zu beachten: 1. Höchst war im Zugzwang, den Aufstiegs-Zug nicht vorzeitig zu verpassen, ging doch deren Auftaktpartie beim Mit-Absteiger THC Hanau mit 11:8 verloren. 2. der THC Höchst ist als technisch versierte, spielstarke Mannschaft bekannt, zumal im Feld in der Regionalliga gespielt wird. Dies musste der DHC in der vorletzten Saison beim entscheidenden Spiel um den Aufstieg schmerzlich erfahren.
In der Partie musste der DHC den Abwehrchef Tomic (nach Bänderriss im Sprunggelenk) ersetzen, Schmid rückte für Ihn nach.
Es entwickelte sich eine abwechselungsreiche, spannende Partie. Gute Einschussmöglichkeiten zu Beginn für die Höchster vereitelte Keeper Haas mit guten Reaktionen auf der Linie. Dafür ging der DHC mit 1:0 in Führung, was so etwas wie ein Weckruf für den THC Höchst war: in den Folgeminuten drehten die Höchster mächtig auf und kamen durch ihr in dieser Phase präzises und blitzschnelles Passspiel immer wieder in den gegnerischen Schusskreis. Es fiel ein Tor nach dem anderen gegen den machtlosen DHC-Keeper. Verschlafen hatte man aus DHC-Sicht diesen Spielabschnitt: zu wenig eng an den Gegenspielern, und unerzwungene Fehler beim letzten Pass vor dem THC-Tor brachten Kontermöglichkeiten, die z.T. erfolgreich abgeschlossen wurden. So stand es nach 20 Minuten der 1. Halbzeit 1:4 aus Sicht des DHC Wiesbaden. Dem blieb es aber vorbehalten, nun aktiver in das Spielgeschehen einzugreifen: ein ruhiger und variabler Spielaufbau, sicheres Kombinationsspiel der Kreativspieler (speziell in der Mittelposition) und aggressives Abwehrverhalten wendeten das Blatt zugunsten der Wiesbadener - aus dem Rückstand wurde innerhalb von zehn Minuten mit nahezu durchweg ansehnlichem Offensiv-Hockey und 5 Toren ein 6:4 gemacht – so ging es in die Pause, in der besprochen wurde, aufmerksam das Ziel hier maximal zu punkten weiter zu verfolgen. In der zweiten Halbzeit der Partie änderte der THC Höchst nicht unerwartet seine taktische Aufstellung, rückte noch näher nach vorne, was zusätzlich Räume für die Stürmer vor und hinter dem quirligen und sehr einsatzfreudigen THC-Keeper erbrachten. Die Wiesbadener sahen sich nun einem 5er Block des THC Höchst gegenüber und gerieten vielfach bereits tief in der eigenen Hälfte unter Druck. Stocksicherheit und sicheres Kombinationsspiel zeichnete den DHC in dieser Phase aus, konnte man sich immer wieder frei spielen und den etwas tiefer stehenden ersten DHC-Stürmer anspielen. Etliche 1:1 – und sogar 2:1 – Überzahl-Situationen waren die Folge und der DHC zog mit zwei weiteren Toren mit 8:4 davon. Doch der THC Höchst gab sich keineswegs auf, kam durch Einzelleistungen wieder auf 7:8 heran, bevor dem DHC zwei weitere Tore gelangen (8:10). Eine weitere Überzahlsituation nutzte der DHC zum vorentscheidenden 8:11. Auch die Herausnahme des Goalie auf Seiten des THC brachte keine Änderung des Ergebnisses mehr.
Ein insgesamt verdienter Sieg des DHC gegen den Oberliga-Absteiger THC Höchst, der personell nicht ganz an die Stärke der Vorjahre anknüpfen konnte. Besonders herauszuheben sind auf DHC-Seite die Rückkehrer Martin (Einsatzwille, Torriecher), Marlon (Laufbereitschaft, Abwehrverhalten) und Christoph (Technik, Stocksicherheit, Spiel-Überblick) die allesamt eine blitzsaubere Leistung zeigten. Mal sehen, was in dieser Saison noch so alles drin ist. Wir freuen uns auf die kommenden Spiele (bei der TGH Hanau, Sonntag, 16.12., 10.00 Uhr).