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TG Hanau - DHC Wiesbaden (0:2) 1:4

Der DHC Wiesbaden gewinnt auch die dritte Partie (beim TGH Hanau) in Folge und behauptet sich in der vorderen Tabellenhälfte (9 Punkte, 10 Tore).

Der Gegner TGH Hanau stand bereits vor der Begegnung mit dem Rücken an der Wand - aus den ersten drei Spielen konnte sie kein Kapital schlagen und nun war es heute der „alte Rivale“ aus Wiesbaden aus Feldrunden-VL-Zeiten, den zu es schlagen galt….. Die prekäre Situation für die TGH Hanau drückt sich darin aus, dass aufgrund von Umstrukturierungen der Ligen drei Mannschaften aus der 1. VL absteigen werden. TGH Hanau steht nach dem Spiel wohl sicher als einer dieser Absteiger in die 2. VL fest.

Die DHC-Mannschaft für seinen Teil fuhr zwar als klarer Favorit, aber dennoch mit gemischten Gefühlen dorthin: Der DHC Wiesbaden bot lediglich eine Rumpftruppe von sieben Spielern auf, da nicht nur vier Stammspieler, sondern zugleich vier Leistungsträger krankheits- und verletzungsbedingt kompensiert werden mussten. Dies gelang aber nur zum Teil und phasenweise.

In der torlosen Anfangsphase kam es keinen nennenswerten Chancen, bis in der 20. Minute nach einem Stockfoul der Hanauer im Schusskreis ein Siebenmeter-Pfiff für den DHC Wiesbaden erging. Neuzugang Martin ließ dem Goalie keine Chance und markierte souverän das längst überfällige 1:0 für Wiesbaden. Bis dahin war es ein zerfahrenes Spiel mit vielen Fouls und aggressiver Grundeinstellung seitens der TGH Hanau: Die rein auf Zerstörung angelegte Spielweise der Hanauer ließ kein ansehnliches Spiel der technisch versierten DHC’ler zu. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff wurde dem DHC eine berechtigte kurze Ecke zugesprochen, die zum 2:0 führte.

In der Pause ging es erstmal darum Ruhe einkehren zu lassen und die aufreibende Halbzeit zu analysieren. Doch auch in der zweiten Halbzeit folgte ein Stockfoul dem anderen, die TGH Hanau wollte mit der Brechstange jeden Angriffsversuch der DHC’ler im Keim ersticken.

Es kam heute seitens der Gastgeber TGH Hanau zu einer übermäßig aggressiv geführten und unzählig häufig abgepfiffenen Partie, die immer wieder zu Freischlägen für den DHC Wiesbaden führte. Auch ohne in Spielfluss zu kommen, gewann der DHC nach dem 1:3 in der zweiten Halbzeit dennoch schnell die Oberhand und machte mit dem 1:4 den Deckel zu.

Noch ein Wort zu den Referees: beide Hanauer Schiedsrichter wollten das Spiel sicherlich nicht zerpfeifen und einen Spielfluss ermöglichen. Beide entschieden sich, nur grobe Verstöße zu ahnden, was die TGH Hanau zu noch härterem Einsatz führte, ja beinahe ein Foul nach dem anderen erzwang. Frühe Er- und Verwarnungen (inkl. Zeitstrafen), generell konsequentes Eingreifen der Schiedsrichter hätten hier Schlimmeres verhindern können. Trotz Sieg fuhr der DHC Wiesbaden nur mäßig zufrieden nach Hause.