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DHC Wiesbaden - HC Kassel (5:6)

Heimstarker Verbandsligist HC Kassel gewinnt zu Hause glücklich drei Punkte gegen einen mutig aufspielenden DHC Wiesbaden im Auftaktmatch der Hallenrunde in der 1. Verbandsliga

 

Eine geschlossene Mannschaftsleistung und Moral reichen am Ende doch nicht ganz aus, um  mit einem Sieg in die Runde zu starten.

Die für beide Vereine wichtige Partie begann mit den eindeutig besseren ersten 15 Minuten für den DHC Wiesbaden: Eine Angriffswelle folgte der anderen und die HCK-Abwehr hatte alle Hände voll zu tun. Schnell stand es nach drückender Überlegenheit der Gäste aus Wiesbaden 0:3, bevor der erste Treffer für die Kasseler fiel. Gelungene wie sehenswerte Tore wurden aus feinem Kombinationshockey heraus markiert. Ratlos gaben sich die Kasseler und es wurde laut in der HCK-Mannschaft.

Von nun an ging der HC Kassel eine deutlich härtere Gangart und mit hoher Aggressivität in die Zweikämpfe. In dieser Spielphase wog das Spiel hin und her und Wiesbaden setzte mit dem 1:4 klare Zeichen, in welche Richtung es weiter gehen sollte. Vielleicht waren wir uns schon zu sicher, denn wie aus heiterem Himmel wurden plötzlich hochkarätige Chancen nicht genutzt, obwohl frei vor dem Tor stehend oder kurze Ecken nicht verwandelt, Kassel hätte hier 1:6 oder gar 1:7 zurück liegen müssen.

So kam es aber anders und Wiesbaden kassierte bis zum Halbzeitpfiff drei Treffer, beim Stand von 4:4 ging es in den Pausentee.

Es wurde besprochen, spielerische Elemente, wie wir sie in der ersten Viertelstunde zeigten, wieder in den Vordergrund zu stellen. Doch Kassel stellte gleich zu Beginn den Dreierblock noch tiefer in unsere eigene Hälfte und versuchte Druck bereits beim Aufbauspiel des DHC Wiesbaden zu machen. Wiesbaden konterte mit variablem Zweier- und Dreieraufbau, gute Torchancen blieben aber Mangelware. Kassel besann sich nur noch auf Konter, die dann blitzartig vorgetragen wurden – doch meist war am gut aufgelegten Keeper Haas Endstation: Ein ums andere Mal scheiterten die Mannen aus Kassel am guten Stellungsspiel des DHC-Goalie. Ein Tor nach einer kurzen Ecke und ein weiteres Tor aus dem Spiel heraus machten letztendlich den Unterschied, denn Wiesbaden überwand der HCK-Keeper nur noch ein einziges Mal. Bitter dabei ist, dass das alles entscheidende Tor zum 5: 6 aus Sicht beider Mannschaften regelwidrig erzielt wurde: der Torschuss erfolgte ganz und gar außerhalb des Schusskreises, so dass der Wiesbadener Keeper eine halbherzige Parade zeigte in der sicheren Annahme, Torabstoß gepfiffen zu bekommen. Doch der Referee aus dem benachbarten Baunatal entschied auf Tor – wilde Proteste der DHC-Mannschaft waren die Folge doch sie blieben erfolglos! Mit der Herausnahme des Keepers zwei Minuten vor Spielende riskierte Wiesbaden alles, ging aber dennoch leer aus.

Eine unschöne Szene zuvor brachte beide Mannschaften in dem ohnehin hitzig geführten Spiel gegeneinander auf: eine durch den Mann gezogene Vorhand eines zuvor schon mehrfach auffällig aggressiven HCK-Akteurs verletzte unseren Mittelmann an Handgelenk und der Abpraller am Knie so sehr, dass er zur Abklärung einer möglichen Fraktur des Handgelenks ins Krankenhaus musste. Der DHC-Spieler reagierte situativ übertrieben mit einem Schulterrempler, woraufhin sich der Kasseler prompt und wohl etwas zu tragikkomisch zu Boden fallen ließ. Der Schiri ahndete diesen Rempler glücklich für Wiesbaden, nicht mit einer roten Karte.

 

Insgesamt war der HC Kassel über die Punkte sicherlich hoch erfreut, denn zumindest ein Unentschieden wäre verdient gewesen. Enttäuscht über das Ergebnis und die Leistung der Schiris ging man vom Platz. Zitat K. Tomic: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, uns hat eher die Power gefehlt, unser Spiel konsequent bis zum Ende durchzuziehen. Und wenn die Schiris fair gewesen wären, hätten mir mindestens noch zwei Ecken und einen Siebenmeter bekommen müssen.“