Den 1. Herren des DHC Wiesbaden gelingt nach kämpferischem Auftritt und insgesamt durchschnittlicher Leistung dennoch etwas glücklich ein Sieg beim TGS Vorwärts Frankfurt (Halbzeit 1:0 für Vorwärts).
TGS Vorwärts Frankfurt tritt als taktisch versierte, stocktechnisch starke und auf vielen Positionen verjüngte Mannschaft auf und bringt die Gäste aus Wiesbaden immer wieder mit schnellen Gegenangriffen in Bedrängnis.
Zu Beginn der wichtigen Partie stellt sich der DHC Wiesbaden abwartend auf und will den Gastgeber kommen lassen. Der Ball bleibt überwiegend in den Reihen der Frankfurter bei gefühlten 70 % Ballbesitz. Wiesbaden befreit sich in dieser Phase nur schwer und kann keine wirklich gefährlichen Konter anbringen. Zu häufig werden die Bälle unpräzise, zu hoch und unerreichbar für die DHC-Stürmer Niels, Michael und Martin gespielt. Die Folge ist ein Ansturm auf das DHC-Tor im Minutentakt, das dann in der 15. Minute verdient zum Torerfolg führt: Eine schnelle Abgabe in den Rücken der Abwehr verwandelt der am langen Posten postierte Vorwärts-Stürmer eiskalt zum 1:0 aus Sicht des Gastgebers. Wiesbaden steht ab dann hinten besser und lässt keine weiteren zwingenden Torchancen zu, obwohl der Druck der Frankfurter auf die Suche nach der schnellen Vorentscheidung hindeutet.
Die erste Halbzeit geht klar an den Gastgeber und Wiesbaden liegt verdient mit 0:1 hinten. Beim Pausentee gibt es seitens des Trainers gleich mehrere Dinge anzusprechen und vor allem die zu große Passivität in den Aktionen abzustellen. Als Einziger ist Björn Möller positiv herauszustellen, der immer die direkten Zweikämpfe sucht und keinen Ball verloren gibt.
Insgesamt ist nun die Aufstellung deutlich offensiver und DHC-Youngster Björn Möller hat es uns gezeigt, wie es zu gehen hat.
In Halbzeit 2 beginnt die Partie mit einer Verletzung von Tijmen im Halswirbelbereich nach einem Zusammenprall mit dem Gegenspieler, die zur medizinischen Abklärung einen Transport ins Krankenhaus erforderlich macht.
Die zwanzig Minuten dauernde Unterbrechung stecken die Gäste vom DHC Wiesbaden offensichtlich besser weg, da der unmittelbar ausgeführte Freischlag nach Wiederanpfiff durch Kristijan Tomic einzigartig genutzt wird: Den hoch abspringenden Ball verwertet das Bewegungstalent Michael Schlüter mit der Rückhand und gibt ihm die entscheidende Richtungsänderung vorbei am verdutzten Vorwärts-Keeper ins leere Tor. Vorwärts ist konsterniert und Wiesbaden zurück im Spiel.
Wütende Angriffe der Frankfurter folgen und das Spiel nimmt an Fahrt noch zu (offener Schlagabtausch), da beide Mannschaften den Sieg wollen und 22 Akteure keinen Gleichstand verwalten wollen. Vorwärts werden etliche Strafecken zugesprochen, die meist gefährlich vor das Tor von Keeper Haas kommen oder geschlenzt werden. 10 Minuten vor Ende nutzt Wiesbaden einen Konter und Martin Sachse schießt aus 10 Meter Torentfernung mit der langen Rückhand zum 1:2 ein. Einen klaren Siebenmeter bekommt Wiesbaden kurz vor Schluss leider nicht zugesprochen. Nach 70 Minuten Spieldauer dann jubelt Wiesbaden zurecht.
Neben Björn fallen insbesondere Uwe Sponsky als Schlüsselspieler und die gesamte Abwehr auf. Mit einer sehr guten Leistung kann Goalie Guido Haas den Sieg festhalten.