SC 1880 Frankfurt IV - DHC Wiesbaden 3:5 (3:2)
Rubrik: Spielberichte Herren, AktuellesDer DHC Wiesbaden gewinnt gegen einen (v)erbittert kämpfenden Gastgeber SC 80 mit 3:5. Einer schwachen ersten Spielhälfte der Wiesbadener folgt der Paukenschlag mit drei Toren in Folge im zweiten Durchgang, in dem die Frankfurter dem hohen Tempo der Wiesbadener Gäste nicht länger folgen konnten.
Speziell die A-Jugendlichen Daniel (Mittelfeld, nie einen Ball verloren gebend), Felix (Sturm, immer anspielbereit und torgefährlich), Niklas (bewährt sich in der Abwehr gegen den stärksten Frankfurter als sicherer Rückhalt) und Nils (bestimmt zu den besten DHC’lern gehörend an diesem Tag) bewiesen sich als Stützen des Sieges.
Doch zum Spielverlauf: Es war kaum der Anpfiff der 1. Halbzeit ertönt als sich der SC 80 IV mit viel Druck in die Partie spielte – der erste in den Schusskreis gelangte Pass erreichte den Außenstürmer und es stand 1:0. Doch damit nicht genug: Wiesbaden verschlief auch die sich anschließenden Minuten und ein Freischlag ergab prompt das 2:0. Beide Male war Keeper Haas im Wiesbadener Tor perplex, weil die Tore eiskalt verwandelt wurden. Eine Auszeit sollte die nötige Ruhe bringen, doch zuvor wurde auf Wiesbadener Seite der erste ordentlich vorgetragene Angriff mit einem trockenen Flachschuss ins lange Eck von Michael Schlüter zum Anschlusstreffer verwertet.
Das Spiel wog nun hin und her und beide Teams hatten ihre Möglichkeiten – jedoch war es erneut Wiesbaden vorbehalten, mit einem Tick mehr Einsatzwillen, mehr Akzente zu setzen: ein schneller Gegenangriff über links brachte den Ball auf die Grundlinie, wo wiederum Michael Schlüter sich ein Herz nahm und zwei Abwehrspieler ausspielte. Der zweite Verteidiger konnte sich aber nur durch ein Foul retten, die Folge: Siebenmeter für Wiesbaden. Christoph Schiminski verwandelt wie schon gegen Offenbach souverän zum 2:2 Ausgleich. Die Partie begann also von Neuem.
Sekunden vor der Halbzeitpause dann noch ein Treffer für die Gastgeber: der Referee pfiff und 4 Sekunden vor Schluss gab es Freischlag für Frankfurt halbrechts in Schusskreisnähe. Dieser wurde dann blitzschnell ausgeführt und per Stecher durch einen Frankfurter Stürmer mit dem Pausenpfiff verwandelt zum Halbzeitstand von 3:2.
Der folgende Spielabschnitt ist schnell beschrieben: Wiesbaden zog sein Powerplay auf und SC 80 besann sich seiner Konterqualitäten. Bald folgte der 3:3 Ausgleichstreffer nach Freischlag von Tomic und es schloss sich nach einem schnellen Angriff über rechts der sehenswerte Führungstreffer durch Christoph Schiminski in den Winkel, Marke Traumtor, an (Stand 3:4). SC 80 musste nun selber mehr tun und kam zu Torchancen. Wiederum brachten die Freischläge am Kreis die größte Gefahr für das DHC-Tor. So parierte Haas im Tor eine Direktabnahme gut und der nachfolgende Abstauber-Schlenzball landete irgendwie auf dem Oberarm des in Tornähe befindlichen David Mattolat, Siebenmeter für SC 80.
Nun konnte sich auch Keeper Haas auszeichnen und den Strafstoß parieren und auch in den letzten Minuten den Sieg ein-, zweimal festhalten. Kurz darauf erzielte der DHC Wiesbaden den 3:5 Endstand nach Überzahlgriff, Torschütze erneut Michael Schlüter.
Ersatz-Kapitän Martin Sachse dazu: „Der DHC Wiesbaden hat einen Lauf und kann sich gegen jede Mannschaft in der 1. VL behaupten – nun ist alles für TEC Darmstadt angerichtet.“ Heimspiel am Sonntag, 16. Mai, Anpfiff 12.00 Uhr. Wiesbaden ist nun viermal ungeschlagen, bei drei Siegen.
Dank gilt dem SC 1880 Frankfurt, der sehr fair einen TW-Helm zur Verfügung stellte, den der Keeper des DHC vergessen hatte.