Vorfreude auf die Sportler aus Tunbridge Wells ist groß

Wiesbaden hat insgesamt zwölf Partnerstädte. Dazu zählt seit 1989 auch Tunbridge Wells, eine Stadt im Südosten Englands. Der 45000 Einwohner zählende Ort in der Grafschaft Kent kann indes nur eine einzige Partnerstadt aufweisen. Keine Frage, dass man in England immer wieder ganz besonders stolz ist, wenn der Besuch einer Abordnung in die hessischen Landeshauptstadt ansteht.

Im vergangenen Jahr hatte Stadtrat Paul Barrington-King die Idee, im Rahmen des 400-jährigen Jubiläums von Tunbridge Wells die 400 Meilen lange Strecke nach Wiesbaden per Fahrrad zu überwinden. Der Stadtrat setzte sich mit dem Büro für Städtepartnerschaften im Wiesbadener Rathaus in Verbindung, dieses stellte den Kontakt zu den Radsportlern des DHC Wiesbaden her – und schon bald rollte der Tross von der Insel Richtung Wiesbaden. DHC -Präsident Claus Rönsch freute sich so sehr über den Besuch, dass er eine weitere Idee in die Tat umsetzte: Die Gründung einer „ Tunbridge Wells- Wiesbaden-Vereinigung zur weiteren Förderung der Städtepartnerschaft.

„Chairman“ Rönsch organisierte in der Folge ein Cricketturnier zwischen Kindern aus Wiesbaden und dem Tunbridge Wellser Stadtteil Pembury. Auch ein Fußballturnier ging schon in Wiesbaden über die Bühne, das ebenfalls von den britischen Jugendlichen gewonnen wurde.

Nach Radsportlern, Cricketspielern und Fußballern sind nun die Hockeyspieler an der Reihe, den Kontakt zu Tunbridge Wells zu intensivieren. Daher hat es sich die rührige Hockeyfamilie des DHC Wiesbaden zur Aufgabe gemacht, einen regen Austausch mit den Hockeyfreunden von der Insel aus der Taufe zu heben.

Denkbar groß ist schon jetzt die Vorfreude am Kleinfeldchen, denn vom 29. August bis 2. September erwartet der Hockeyclub erstmals zwei Mann-schaften aus Tunbridge Wells. „Wir haben für unsere Gäste ein sowohl kulturell als auch natürlich sportlich interessantes Programm auf die Beine gestellt“, berichtet Abteilungsleiterin Saskia Droscha. In die Planung mit einbezogen waren auch Robert Gibson, Mitbegründer der „ Tunbridge Wells- Wiesbaden“-Vereinigung sowie Mark und Michelle Baldwin vom Tunbridge Wells Hockey Club, die dem DHC im Juni einen Besuch abstatteten.

So stehen neben den Besuchen von Staatskanzlei und Rathaus auch eine Stadtbesichtigung, Ausflüge in den Rheingau, nach Alzey und Mainz auf dem Programm, wobei auch Sport nicht zu kurz kommt. Schließlich werden die englischen Hockeycracks in der Region insgesamt acht Spiele in drei Tagen austragen.

Die Pläne für einen Gegenbesuch im nächsten Jahr sind bereits in trockenen Tüchern. Dann nämlich will der DHC Wiesbaden mit seinen mittlerweile 120 jugendlichen Hockeyspielern nach Tunbridge Wells reisen und für eine Woche die englische Lebensart kennenlernen.