Trainingszeit im Feld

Freitags von 15:30 - 17:00 Uhr auf dem Rasenplatz am Kleinfeldchen (Hollerbornstr.)

 

in der Halle:  Freitags 16:30 - 18h Turnhalle der Hebbelschule, Raabestr. 2

 

Aktuelles:

10.06.10 21:37

DHC „Hockeyfreunde“ zu Gast bei den 1. Damen des RRK

Die integrative Mannschaft die „Hockeyfreunde“ des DHC Wiesbaden besuchten die 1. Damen des...


Rub: Aktuelles, Berichte Jugend, Integrativer Sport
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Riesiger Spaß am Krummstock

Das erste Training ging noch in der Halle über die Bühne. Doch nur eine Woche später traf sich die neue DHC-Sportgruppe auf dem Hockeyplatz am Keinfeldchen.

Das Hockeytraining für geistig behinderte Jugendliche am Kleinfeldchen ist gestartet Wiesbadener Tagblatt - 24. Mai 2008

Anfang April berichtete das Wiesbadener Tagblatt in der Reihe „Mein Verein“ über die Gründung einer Sportgruppe für geistig behinderte Jugendliche im Deutschen Hockey Club (DHC). Nur ein paar Wochen später fand das erste Training statt.

Von Marianne Kreikenbom

Das Ganze ging damals noch in der Halle über die Bühne, doch mittlerweile trainieren die Kinder und Jugendlichen auf dem Hockeyplatz Kleinfeldchen, wo auch die anderen Jugendmannschaften des DHC den Krummstock schwingen.

Zwar sind „die Neuen“ eine eigene Trainingsgruppe, aber auf dem Platz kommen sie schneller in Kontakt mit den anderen Hockeyspielern des Clubs.

Insgesamt verfügt der DHC über mehr als 120 jugendliche Spieler. „Alle freuen sich auf die Begegnung“, sagt Ersin Yurtöven. Er ist Jugendleiter im Bereich Hockey und Abteilungsleiter für den Behindertensport beim DHC.

Neun Interessenten hatten sich für das Probetraining in der Halle angemeldet. Nur vier sind gekommen. „Aber wir sind frohen Mutes, dass es nach und nach mehr werden“, meint Yurtöven. Es gehe ja nicht nur um Hockey an sich, sondern auch um den Spaß am Sport und die Freude an der Bewegung. Eingeladen sind junge Leute aus Wiesbaden und der Region.

Inzwischen haben sich die Trainer Nadine Lang, Anne Wirtz und Ralph Lang mit Janika, Miriam und Damien zwecks Vorstellungsrunde auf dem Hallenboden niedergelassen. Julius kommt erst später hinzu. Jeder erhält ein Namensschild zum Aufkleben.

„Ein richtiges Hockeytraining“, erklärt Nadine, „beginnt immer mit dem Aufwärmen.“ Es folge das Spiel mit dem Ball, und am Ende werde sie sich selbst in voller Hockeyausrüstung ins Tor stellen. Nadine Lang ist Förderschul-Referendarin und spielt selbst seit ihrem elften Lebensjahr Hockey. Ihr Bruder Ralph und Anne Wirtz kommen ebenfalls aus dem Bereich Schulsport.

Besonders für Kinder mit Down-Syndrom, die oft ein bisschen bewegungsfaul seien und gern futternd vorm Fernseher säßen, sei der Sport ein gutes Mittel gegen das Dickwerden, erklärt Gerd Höbler, Vater der 15-jährigen Janika. Zudem verhindere der Sport die Vereinsamung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung und stärke ihr Selbstvertrauen. Er sei zwar kein Club-Mitglied, habe sich aber bereit erklärt, die Arbeit der neuen Trainingsgruppe zu unterstützen. Ihre Tochter Miriam sei sehr sportlich, erzählt Petra Morgalla, die am Rand des Spielfeldes sitzt und zuschaut. „Sie reitet, schwimmt in einem ganz normalen Schwimmklub, macht bei der Kletter-AG mit und hat im Einzelunterricht sogar Fahrradfahren gelernt.“ Miriam besucht eine fünfte Klasse in der IGS Kastellstraße. „Bewegung hat nicht nur etwas mit dem Körper zu tun, sondern auch mit dem Denken.“

Als Fernziel formuliert Ersin Yurtöven den Aufbau einer Mannschaft, die später auch an Turnieren für Menschen mit geistiger Behinderung teilnehmen könne. Im Rahmen der Champions Trophy zum Beispiel finde alljährlich ein solches Turnier statt.

Beim Aktionstag „Respect your next“, Wiesbadens erstem Sport- und Begegnungsfestival für Behinderte und Nichtbehinderte am 1. Juni in der Halle am Konrad-Adenauer-Ring, ist der DHC jedenfalls schon dabei.

Die Gruppe in der Halle ist unterdessen bei den Ballübungen angekommen. Es gilt, mit dem Schläger einen zugespielten Ball zu stoppen. „Du musst den Schläger ganz tief halten“, korrigiert Nadine Lang freundlich. Miriam senkt ihren Schläger, der Ball rollt und – stoppt.

Die Hockeyschläger hat Lothar Herborn, Wiesbadens Behindertensportbeauftragter, bezahlt, sie kommen von der Firma BHP Matchball, deren Geschäftsführer der Herren-Trainer des Wiesbadener THC, Chris Faust, ist und die Sportgeräte zu einem Freundschaftspreis abgegeben hat. Ein eigenes Budget habe er leider nicht, sagt Lothar Herborn, der seinen Job ehrenamtlich ausübt.

Janika strahlt. Jetzt hat sie endlich auch so einen Hockeyschläger wie ihre jüngere Schwester, die schon länger beim DHC aktiv ist.

Trainingszeiten: freitags von 15.30 bis 17 Uhr, Hockeyplatz Kleinfeldchen, Hollerbornstraße 11. Hockeyschläger werden vom Verein gestellt.

Kontakt: Nadine Lang, Tel. 0177-4495052, E-Mail: nadine.lang(at)gmx.net

Ersin Yurtöven, Telefonnummer 0177-7160265, E-Mail: yurtoeven(at)aol.com

Gerd Höbler, Telefonnummer  0173-3038314, E-Mail: hoebler(at)aol.com